17. Jahrgang – Heft 2018/III

Schwerpunkt: Alte und Neue soziale Bewegungen

Die „Neuen sozialen Bewegungen“ waren das Protestphänomen der 1970er-Jahre. Statt Klassenkampf beschäftigte sich die Linke mit Frauenemanzipation, Weltfrieden, Umwelt- und Denkmalschutz. Kritik wurde laut am orthodoxen Kommunismus, Sozialdemokratischen Fortschritsoptimismus und der gewerkschaftlichen Fixierung auf Lohn- und Tariffragen. Doch war diese Abgrenzung zwischen „Neu“ und „Alt“ wirklich so eindeutig? Stand die Arbeiterklasse nur neben den Sozialen Bewegungen – oder war sie nicht doch dabei?

Inhalt

Fabian Bennewitz/Ralf Hoffrogge: Editorial

Ulf Teichmann/Christian Wicke: ‚Alte‘ und ‚Neue soziale Bewegungen‘. Einleitende Anmerkungen

Marica Tolomelli: Synergetische Begegnungen: Arbeit, Kultur und Subjekt im Kontext der 1968er-Bewegungen am Beispiel von Italien, Frankreich und der BRD

David Templin: Avantgarde im Klassenkampf oder aufstiegsorientierte Minderheit? Arbeiterjugend in sozialen Bewegungen der späten 1960er und 1970er Jahre

Christian Wicke: Arbeiterbewegung und urbane Bewegung in den 1970er Jahren: Das Ruhrgebiet und Sydney im Vergleich

Charel Roemer: Das Boykott-Dilemma: Anti-Apartheid-Bewegung und westdeutsche Gewerkschaften in den 1970er und 1980er Jahren

Ulf Teichmann: Neue soziale Bewegung im Stahlwerk? Proteste für Frieden und Arbeit im Ruhrgebiet (1981–1984)

Weitere Artikel

Fabian Bennewitz: „Rotkohlfresser“ und „Leninisten mit Knarre“. Die Kommunikationsstrategie der RAF und die Entfremdung von der linken Szene

Peter Giersich: Max Schlosser. Aus dem Leben eines kritischen Sozialisten

Bericht

Rainer Holze: „Die Novemberrevolution und ihre Räte“. Symposium in Berlin

Buchbesprechungen

Bernd Gehrke/Gerd Rainer Horn: 1968 und die Arbeiter. Studien zum „proletarischen Mai“ in Europa (Dietmar Lange)

Knud Andresen: Gebremste Radikalisierung. Die IG Metall und ihre Jugend 1968 bis in die 1980er Jahre (Ralf Hoffrogge)

Willy Buschak (Hrsg.): Solidarität im Wandel der Zeiten. 150 Jahre Gewerkschaften (Detlev Brunner)

Andreas Fisahn: Staat, Recht und Demokratie. Eine Einführung in das politische Denken von Marx und Engels (Holger Czitrich-Stahl)

Ellen Meiksins Wood: Der Ursprung des Kapitalismus; Dies.: Das Imperium des Kapitals (Christoph Jünke)

Karl-Heinz Roth (Hrsg.): On the Road to Global Labour History. A Festschrift for Marcel van der Linden (Bernd Hüttner)

Ingo Schmidt: The Three Worlds of Social Democracy. A Global View (Thilo Scholle)

William A. Pelz: People’s History of Modern Europe (Mario Keßler)

Peter Brandt: „Freiheit und Einheit“. Bd. 1: Beiträge zu den deutschen Freiheits- und Einheitsbestrebungen während des langen 19. Jahrhunderts; Bd. 2: Beiträge zu Fortschritt und Reaktion in Deutschland während des 20. Jahrhunderts (Uli Schöler)

Otto May: Zur Geschichte der Arbeiterbewegung bis 1933. Geschichte im Postkartenbild (Uli Schöler)

Günter Benser/Dagmar Goldbeck/Anja Kruke (Hrsg.): Bewahren – Verbreiten – Aufklären. Archive, Bibliothekare und Sammler der Quellen der deutschsprachigen Arbeiterbewegung. Supplement (Ingo Materna)

Tobias Allers: Neuberliner. Migrationsgeschichte Berlins vom Mittelalter bis heute (Felix Maas)

Cornelia  Naumann/Günther Gerstenberg (Hrsg.): Steckbriefe gegen Eisner, Kurt und Genossen wegen Landesverrates. Ein Lesebuch über Münchner Revolutionärinnen und Revolutionäre im Januar 1918 (Herbert Bauch)

Christian Dietrich: Eugen Leviné (Kay Schweigmann-Greve)

Volker Köhler: Genossen – Freunde – Junker. Die Mikropolitik personaler Beziehungen im politischen Handeln der Weimarer Republik (Max Bloch)

Gerben Zaagsma (Hrsg.): Jewish Volunteers, the International Brigades and the Spanish Civil War (Dieter Nelles)

David Porter: Entfachte Utopie. Emma Goldman über die Spanische Revolution (Reiner Tosstorff)

Robert Gellately: Stalin’s Curse (Mario Keßler)

Konstantin Kaiser/Jan Kreisky/Sabine Lichtenberger: Rote Tränen. Die Zerstörung der Arbeiterkultur durch Faschismus und Nationalsozialismus (Lilli Helmbold)

Josef Foschepoth: „Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im Kalten Bürgerkrieg (Herbert Mayer)

Jochen Gester (Hrsg.): Auf der Suche nach Rosas Erbe. Der deutsche Marxist Willy Huhn (1909‒1970) (Gregor Kritidis)

Martin Sabrow: Erich Honecker. Das Leben davor: 1912‒1945 (August Leugers-Scherzberg)

Christin Jänicke/Benjamin Paul-Siewert (Hrsg.): 30 Jahre Antifa in Ostdeutschland. Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung (Clemens Gussone)

Oliver Nachtwey: Die Abstiegsgesellschaft. Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne (Axel Weipert)

Joshua Clover: Riot. Strike. Riot. The New Era of Uprisings (Yannick Kalff)

Vania Alleva/Andreas Rieger (Hrsg.): Streik im 21. Jahrhundert (Andreas Fasel)

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